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Wie bereits im Bereich "Technologie" dargestellt, verwendet jeder Hersteller eine unterschiedliche Phosphor-Mischung, um die Farben eines Plasma-TV zu erzeugen. Dadurch haben Plasma-Geräte unterschiedlicher Hersteller auch unterschiedliche charakteristische Farbräume.
Welchen Farbraum Sie dabei nun am "schönsten" finden, ist daher sicher subjektiv. Bitte beachten Sie auch, dass eine Betrachtung des Bildes eines Plasma-TV in einem Elektronik-Markt auf Grund der unterschiedlichen Beleuchtungsverhältnisse von der Farbdarstellung her ganz anders wirken kann, als bei Ihnen zu Hause.
Objektiv messen lässt sich hingegen die reine Anzahl der Farben und auch die der Graustufen. Einfache Geräte haben heute 16,7 Millionen Farben und 256 Graustufen.
Bessere Plasma-TV können 1 Milliarde oder sogar 7 Milliarden Farben und 1024 Graustufen darstellen. Klar ist: Je mehr Farben und Graustufen ihr Plasma-TV hat, desto besser.
Denn Geräte mit zu wenigen Farben müssen mehrere einzelne Pixel zu einem logischen Pixel kombinieren, um die Farben "zu mischen". Dieses Verfahren nennt man Dithering. Dadurch fehlen Pixel bei der Darstellung von Feinheiten.
(zum Vergößern der Grafik über Farben bei Plasmafernsehern auf das Bild klicken)
Anhand dieser Screenshots können Sie gut erkennen, dass Feinheiten des Bildes mittels Dithering unscharf bzw. "verschwommen" wirken können. Dies fällt besonders dann auf, wenn Sie einen niedrigen Betrachtungsabstand zu Ihrem Plasma-TV haben oder ein großes Display bevorzugen.
Zudem kann es bei zu wenigen Farben und Graustufen zu sogenannten Solarisationseffekten (Reduzierung des Farbumfangs) kommen. Bei fließenden Farbübergängen, die Sie normalerweise mit bloßem Auge nicht erkennen würden, sehen Sie dann plötzlich grobe Farbabstufungen. Gerade bei großflächigen Abbildungen z.B. von Haut kann dieses als sehr störend empfunden werden.
Einen besonderen Augenmerk sollten Sie ebenso auch auf die Graustufen legen. Bedenken Sie, dass sich oft die spannendsten Filmszenen in dunklen bis halbdunklen Umgebungen abspielen. Besonders in diesem Bereich kommt es dann darauf an, wie viele Graustufen Ihr Plasma-TV darstellen kann. Die standardmäßig von Plasma-TV-Geräten angebotenen 256 Graustufen sind oftmals unzureichend, da gerade dann feine Details in einem Grauschleier verloren gehen können und auch die perspektivische Tiefe fehlt.
Daher unser Tipp: Achten Sie bei der Auswahl Ihres neuen Pasma-TV insbesondere auch auf die Anzahl darstellbarer Graustufen. An diesem Wert können Sie erkennen, ob Ihr Plasma-TV eigens für DVD- bzw. TV-Darstellung (also für den Entertainment-Bereicht) konzipiert wurde oder ob es sich nur um ein ursprünglich für den industriellen Bedarf hergestelltes und dann für den privaten Bereich umgebautes Display handelt.
Schließlich sollte noch erwähnt werden, dass Plasmafernsehgeräte technisch bedingt einen deutlich geringeren Schwarzwert haben als Sie es von Ihrem herkömmlichen Fernseher gewohnt sind. In einem dunklen Raum wird Ihnen deshalb ein schwarzes Bild auf einem Plasma-TV eher als dunkles Grau und nicht als tiefes Schwarz erscheinen. Jeder Hersteller verfolgt hier andere Lösungsansätze, wie z.B. Schwarzfilter vor der vorderen Glasplatte des Plasma-Displays, ohne das Problem jedoch vollständig beheben zu können.
Doch keine Sorge - insgesamt werden Sie trotz des geringeren Schwarzwertes an Ihrem neuen Plasma-TV insgesamt ein wesentlich besseres Bild haben als auf Ihrem alten Fernseher, zumal der geringere Schwarzwert erst in absolut abgedunkelten Räumen wirklich auffallen wird.