Plasma-TV HDTV


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Was ist eigentlich HDTV? Wann kommt es in Deutschland und ist es wirklich so gut? Was bedeutet "HD-Ready", "Full HD" und welches ist eigentlich die beste HDTV-Auflösung? Es gibt viele Fragen und auch Unklarheiten, die HDTV betreffen.
 
Vorab: Wer einmal HDTV erlebt hat, möchte eigentlich nie mehr das PAL-Format auf einem herkömmlichen Röhrenfernseher verfolgen (müssen).
 
HDTV (High Definition Television) bedeutet hochauflösendes Fernsehen und ist ein Sammelbegriff für eine ganze Reihe von Fernsehnormen, die sich gegenüber dem herkömmlichem Fernsehen durch eine größere (sichtbare) Zeilenzahl, erhöhte Auflösung und ein verändertes Bild-Seitenverhältnis (16:9) auszeichnen. Die höhere Zeilenzahl ermöglicht einen geringeren Betrachtungsabstand von etwa dem ein- bis zweifachen der Bildbreite und somit einen dem breitwandigen Kinobild (cinemascope-Format mit 21:9) entsprechenden Gesamteindruck. Insgesamt bietet HDTV also wesentliche Verbesserungen der Bildqualität gegenüber allen bisher gebräuchlichen Normen.
 
Zum Empfang von HDTV-Signalen benötigt man z.B. ein Plasma-, LCD- oder auch Rückprojektionsfernsehgerät. Nur diese kommen mit HDTV-Auflösungen klar, während herkömmliche Röhrengeräte mit den hohen Auflösungen von 1280 x 720 Pixel (720p) bzw. 1920 x 1080 Pixel (1080i) in der Regel überhaupt nichts anfangen können.
 
Welche Auflösung nun besser ist, kann so einfach nicht beantwortet werden. Auf den ersten Blick scheint es, dass 1080i besser wäre, da die Zeilenzahl mit 1080 höher ist als bei 720p. Das "i" steht aber für "interlaced" und zeigt an, dass das Bild wie bei dem Fernsehformat PAL aus Halbbildern zusammengesetzt wird. Die effektive Zeilenzahl ist also nur 540.
 
Das "p" bei 720p steht für "progressiv", damit sind Vollbilder mit echten 720 Zeilen gemeint. Somit wird aus der kleineren Zahl in diesem Fall tatsächlich die größere.
 
Allerdings sieht es wieder anders aus, wenn man in die Praxis geht. Bisher gibt es kein in 720p produziertes TV- oder Filmmaterial, so dass Fernsehsender in 1080i ausstrahlen. Aus Kostengründen ist es höchst unwahrscheinlich, dass Fernsehsender in den nächsten Jahren in 1080p senden.
 
Das "HD-Ready" Label wurde 2005 eingeführt. Dieses dürfen nur Fernseher oder Beamer tragen, die ganz bestimmte Voraussetzungen erfüllen: Das betroffene Gerät muss 720p oder 1080i in 50 und 60 Hertz darstellen können, ein 16:9- oder 15:9-Format bieten und eine geeignete analoge Komponenten-Schnittstelle (Scart, BNC, Cinch) sowie digitale Schnittstellen (DVI, HDMI) haben und zusätzlich das Verschlüsselungsverfahren HDCP (High Bandwidth Digital Content Protection) beherrschen. Letzteres war ein Wunsch der Filmindustrie, damit es verhindert wird, perfekte digitale Kopien der ausgestrahlten Sendungen und Filme herstellen zu können.
 
Eine Steigerung ist das Siegen "Full HD", das anzeigt dass ein Fernsehgerät die höchste im Consumerbereich übliche Auflösung von 1920x1080 Pixeln bietet.